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Das erste Mal – Seit 10 Jahren

Okt 5, 2015 / by manuwen / In Allgemein, Smartphone / Schlagwörter: , , , , , / Leave a comment

Wie jeden Tag kurz vor dem zu Bett gehen, lese ich mich durch meine Lieblingsblogs. Ein Artikel von Mobilegeeks.de hat es mir besonders angetan. Thema war die Handysucht und dessen Auswirkungen.  Am Schluss des Artikels ermutigt der Autor, Carsten Drees, sein Smartphone auch einmal ausgeschaltet zu lassen und es nicht andauernd zu entsperren, um zu sehen was gerade “Wichtiges” passiert.

Mir wurde wieder einmal bewusst, was für einen Stellenwert das Smartphone mittlerweile in meinem Leben eingenommen hat. Also beschloss ich, während einem Tag auf mein Handy zu verzichten. Was ich dabei erlebte, könnt ihr auf den folgenden Zeilen lesen:

Ich beschloss also noch am selben Abend mein Smartphone am kommenden Tag zu Hause zu lassen. Am Samstag morgen ging ich ohne meinen, seit wohl etwas 15 Jahren täglichen Begleiter aus dem Haus. Die alljährliche Herbstwanderung in Einsiedeln stand an. Auf einer rund zehn Kilometer langen Strecke sind 6 Posten verteilt, bei denen man kulinarisch verwöhnt wird. Sei es mit lokalem Bier, einem Einsiedler Ofenturli oder mit Wein des Klosters Einsiedeln.

Schon beim ersten Zusammentreffen mit meiner Gruppe fällt mir auf, wie viele Menschen in ihre Bildschirme starren oder Fotos schiessen. Auch ich greife ab und an in meine Tasche, muss dann aber immer wieder feststellen, dass sich darin nichts befindet. Eine reflexartige Bewegung, die ich mir so schnell nicht abgewöhnen kann. Während des ganzen Tages bis zum späten Abend habe ich das Smartphone dann aber nur selten vermisst. Glücklicherweise befand ich mich immer in guter Gesellschaft und wenn meine reflexartige Bewegung wieder einsetzte, dachte ich mir immer: “Gut habe ich das Telefon zu Hause, sonst würde ich mich jetzt auch noch damit beschäftigen.” Um trotzdem und wie gewohnt die Zeit im Griff zu haben, durfte meine Armbanduhr nicht fehlen, um beispielsweise den Zug nicht zu verpassen. Den Fahrplan kenne ich für meine Standard Strecke glücklicherweise auswendig. Ohne die Uhr wäre ich dann auf Hilfe anderer angewiesen gewesen, welche dafür mit grosser Sicherheit das Handy gezückt hätten.

Insgesamt bin ich sehr froh, dieses kleine, doch nicht ganz einfache “Experiment” gewagt zu haben. Seit diesem Tag versuche ich mein Smartphone viel bewusster zu benutzen und lasse es auch mal in der Tasche liegen. Die Umgebung oder andere Menschen mit ihren starren Blicken in diese Dinger zu beobachten, ist genau so interessant. Bei Gelegenheit werde ich das Smartphone sicher wieder zu Hause lassen und empfehle jedem es auch einmal zu versuchen.

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